Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Von der Sackbuchhaltung zum Creative Business. Strukturwandel des Münsteraner Hafens
Klasse 13; Wilhelm-Hittorf-Gymnasium
48151 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2005-1180
Die Verf. beschäftigen sich mit dem Strukturwandel des über 100 Jahre alten Hafenareals in Münster von einem Importhafen über einen Kriegshafen zu einem Zentrum der alternativen Szene und einer bevorzugten Münsteraner Wohngegend in der Gegenwart, in der lediglich alte Industriekräne und aus Nostalgie erhaltene Getreidepumpen die alte gewerbliche Nutzung erkennen lassen. Dabei stellen sie sozialgeografische und wirtschaftliche Aspekte des Wandels in den Vordergrund. Die materiale Grundlage bilden ausführliche Interviews u.a. mit einem ehemaligen Wirtschaftsdezernenten Münsters und einem Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung GmbH, Veröffentlichungen des Stadtplanungsamtes, einige Akten, Sekundärliteratur und Informationen aus dem Internet.
Literaturverzeichnis
63 S., ms., ill. mit Fotos, Karten und Abb., Anhang (56 S.): Interviewtranskripte, Dokumentenkopien
Quellen
Die Verf. stellen zunächst die Geschichte des Münsteraner Hafen von 1898 bis 1968 dar. Sie zeigen anschließend die Probleme auf, die sich aus dem sukzessiven Verschwinden industrieller Nutzungen in der jüngsten Vergangeheit ergeben, und beschreiben danach die Rolle der Stadt bei der Neustrukturierung des Hafengebiets und der Schaffung neuer Arbeitsgelegenheiten. Am Beispiel des ehemaligen Getreidespeichers der Westfälischen Centralgenossenschaft stellen die Verf. außerdem exemplarisch den Nutzungswandel dar. Der Speicher wird heute vom Coppenrath-Verlag als Verlagszentrale genutzt. Schließlich entwickeln die Verf. für die in Münster vollzogenen Strukturprozesse zwei Modelle und untersuchen deren Übertragbarkeit auf andere Kommunen, die sich ähnlichen Problemen gegenübersehen. Insgesamt wird der Strukturwandel als "sehr erfolgreich" bzw. als "erfolgreiche Lösung zur Wiederbelebung des Hafengebiets" bezeichnet.