Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Vom Ochsenlenz zum Metzgerschuster. Alte Hausnamen aus vergangener Zeit

3. Preis
2005
Färber, Dietmar
kein Tutor

Berufsschule

86655 Mündling, Bayern, Deutschland

#2005-0802

Der Verf. beschäftigt sich mit den Hausnamen in seinem Heimatort Mündling, einem Dorf mit 600 Einwohnern. Die Hausnamen setzen sich in der Regel aus einem Eigennamen und einer Handwerks- und Tätigkeitsbezeichnung zusammen. Seit es im Dorf auch Straßennamen gibt - etwa seit 20 Jahren verlieren die Hausnamen an Bedeutung für die Orientierung der Bewohner und geraten langsam in Vergessenheit. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, erklärt der Verf. einige von ihnen und geht damit auch der Geschichte vergangener Berufe nach. Seine Hauptquelle ist eine Aufzeichnung von Hausnamen im Urkataster des Jahres 1931. Außerdem recherchiert er in den örtlichen Archiven, in der privaten Sammlung seines Bruders und in der Literatur und befragt vorwiegend ältere Zeitzeugen.

Literaturverzeichnis

43 S., ms., ill. mit Fotos und Abb.

Quellen

Ausgehend von den Hausnamen (der Webermärtl, der Bäckerhannes, der Metzgerschuster, der Brennjörg, der Gemelschmied u.a.), entwirft der Verf. ein umfassendes und lebendiges Bild der im Dorf in der Vergangenheit betriebenen Berufe und Tätigkeiten, deren Vielfalt in einem Dorf dieser Größe verblüfft, aber auch die Armut dokumentiert, die es bei wenig Landbesitz nötig machte, durch Hausweberei, Viehhüten, Nähen, Schnapsbrennen, Brauen, Backen u.a. dazuzuverdienen. Darüber hinaus wird der Kontrast zwischen dieser Vielfalt und Lebendigkeit und dem Dorf heute, das "während des Tages leer ist", herausgestellt, wobei der Verf. auch immer wieder die Mühseligkeit des Lebens in früheren Zeiten betont.