Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Nur gemeinsam schaffen wir mehr ... Die Ketteler-Siedlung Letterhausweg in Münster-Gremmendorf
Klasse 07 u. 09; Gymnasium Paulinum
48143 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2005-0700
Die Verf. untersuchen die Entstehung der Ketteler-Siedlung Letterhausweg in Münster-Gremmendorf, die von den Bauherren von 1958 bis 1961 genossenschaftlich errichtet wurde. Dabei interessieren sich die Verf., die heute selbst in der Siedlung leben, besonders für das genossenschaftliche Modell, bei dem alle Siedler nicht nur ihre eigenen, sondern alle Häuser bauten und die Arbeitsanteile durch ein Stundensystem ausgewiesen wurden. Sie stützen sich auf zahlreiche Gespräche mit Zeitzeugen, vielfältiges Quellenmaterial vom Foto über Bauzeichnungen und Stundenzettel bis zum Grundbuchauszug, das auch im Anhang dokumentiert ist, und Informationen aus der Literatur.
Literaturverzeichnis
34 S., ms., ill. mit Fotos, Abb., Zeitungsartikeln und Dokumentenkopien, Anhang (27 S.): Dokumentenkopien
Quellen
Die Verf. beschreiben zunächst die historische Ausgangslage nach Ende des Zweiten Weltkrieges und gehen dabei besonders auf die große Wohnungsnot in Münster ein, wo lediglich 3 % der Wohnungen und Häuser unversehrt geblieben waren. Ausführlich schildern sie den sich aus der Wohnungsnot entwickelnden genossenschaftlichen Siedlungsbau, der vor allem Bedürftigen, kinderreichen Familien und Flüchtlingen den Bau eines eigenen Hauses ermöglichen sollte. Vor diesem Hintergrund entfalten die Verf. die Geschichte der Ketteler-Siedlung. Anschaulich und detailreich beschreiben sie die Anfänge der Siedlung 1948, als das Gelände zunächst in mühsamer Arbeit von den Wurzeln der Sträucher und Bäume befreit werden musste. Der Grundstein für die letzten 26 Häuser am Letterhausweg wurde 1958 im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums gelegt. 1961 wurde das letzte Haus fertig gestellt. Die Verf. dokumentieren die verschiedenen Arbeiten der einzelnen Siedler und ihre Bedeutung für das Gesamtprojekt, beschreiben das Stundensystem als Finanzierungsmodell und stellen die Folgen der Arbeit für die Siedler heraus. Abschließend diskutieren die Verf. die Frage, ob sich solch ein Projekt in der Gegenwart wiederholen ließe.