Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte NS-Zwangs- und Ostarbeit in der Uckermark

4. Preis
2005
Grandke, Sarah / Tetzlaff, Laura
Jürgen Theil

Klasse 10; Städtisches Gymnasium Prenzlau

17291 Prenzlau, Brandenburg, Deutschland

#2005-0738

Die Verf. beschäftigen sich mit der Zwangsarbeit in der Mark Brandenburg in der Zeit des Nationalsozialismus am Beispiel des Mansfeldwerkes in ihrer Heimatstadt Prenzlau. Dabei fragen sie nach den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangs- und Ostarbeiter ebenso wie nach dem Umgang der Heimatbevölkerung mit ihnen. Die materiale Grundlage ist vielfältig: Quellen aus dem Stadtarchiv Prenzlau, Gespräche mit deutschen Zeitzeugen, ein Brief eines ehemaligen ukrainischen Zwangsarbeiters, den die Verf. ausfindig gemacht und nach seinen Erfahrungen in Deutschland befragt haben, einschlägige Literatur und Informationen aus dem Internet.

Literaturverzeichnis

18 S., ms., Anhang (27 S.): Fotos, Dokumentenkopien, Briefe

Quellen

Nach einigen allgemeinen Erläuterungen zur Zwangsarbeit in der Mark Brandenburg in der Zeit des Nationalsozialismus schildern die Verf. die Geschichte des Mansfeldwerkes vor allem in der Zeit des Nationalsozialismus. Sie weisen nach, dass in der Maschinenfabrik 560 ausländische Arbeiter und 260 Kriegsgefangene beschäftigt waren, und zeigen anschaulich und in vielfältigen Aspekten die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter. Der anschließend dokumentierte Brief eines ehemaligen Zwangsarbeiters aus der Ukraine schildert exemplarisch den Weg nach Deutschland, den Tagesablauf, die Arbeit im Werk und das Leben im Lager. Außerdem berichtet eine deutsche Zeitzeugin über die Arbeit und Behandlung polnischer Zwangsarbeiter auf dem familieneigenen Bauernhof sowie auf dem Nachbarhof. Schließlich informieren die Verf. über die Entschädigung von Zwangsarbeitern.