Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Landrat - mehr als ein Schreibtischjob? "Das Alte zu wahren. Dem Fortschritt zu dienen." Arbeit und Selbstverständnis des Landrates und späteren Oberkreisdirektors Felix Sümmermann (1889-1970)

4. Preis
2005
Kahler, Elisabeth
Gerburg Harenbrock

Klasse 09; Marienschule, Gymnasium

48151 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-0639

Die Verf. erzählt die Geschichte ihres Urgroßvaters Felix Sümmermann, der seit 1920 Landrat des Kreises Ahaus war und diese Position in der Weimarer Republik, im Dritten Reich bis zum Krieg und wiederum in der Bundesrepublik dann als Oberkreisdirektor bis 1955 innehatte. Dabei ist es ihr Ziel, die individuelle Lebensgeschichte in die lokale und deutsche Geschichte einzubinden. Die materiale Grundlage bilden unveröffentlichte Lebenserinnerungen von Sümmermann, Gespräche mit der Tochter (Großmutter der Verf.), zahlreiche Akten, Fotos und Dokumente aus dem Familienarchiv, Zeitungsartikel, Sekundärliteratur und Informationen aus dem Internet.

Literaturverzeichnis

51 S., ms., ill. mit Fotos, Anhang: Lebenslauf, Fotos, Interviewtranskript, Dokumentenkopien

Quellen

Nach einleitenden Definitionen der Begriffe Kreis, Landrat und Oberkreisdirektor und einigen Informationen zum Kreis Ahaus schildert die Verf. in drei Teilen (Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit) das Leben und Arbeiten ihres Urgroßvaters. In jedem der drei Kapitel beschreibt die Verf. zunächst die historisch-politische Entwicklung in Deutschland sowie die Situation im Kreis Ahaus. Vor diesem Hintergrund stellt die Verf. anschließend anschaulich und in vielen Details die Aufgaben, mit denen der Protagonist konfrontiert war, die Maßnahmen, die er durchführte, sowie die Selbsteinschätzung seiner Arbeit dar. Dabei stellt sie heraus, dass sich einem Landrat je nach den Umständen der Zeit sehr unterschiedliche Aufgaben stellten.