Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Gott segne das ehrbare Handwerk! Klavierbau in Münster im 19. und 20. Jahrhundert bis 1969

4. Preis
2005
Barsukow, Wasilij
Dr. Heinz-Ulrich Eggert

Klasse 09; Wilhelm-Hittorf-Gymnasium

48151 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-1176

Der Verf. untersucht den Klavierbau in der Stadt Münster im 19. und 20. Jahrhundert am Beispiel von zwei bekannten Pianofabriken. Er stützt sich neben einschlägiger Literatur auf Bestände der Firmen und die Informationen eines Lokalhistorikers.

Literaturverzeichnis

CD-ROM

Quellen

In einem allgemeinen Teil schildert der Verf. die wirtschaftlichen Bedingungen im 19. und 20. Jahrhundert. Dabei geht er besonders auf die Situation des Handwerks ein. Er beschreibt außerdem die Geschichte des Klaviers als Instrument und gibt einen Überblick über den Beruf des Klavierbauers im Wandel der Zeit. Vor diesem Hintergrund werden die Unternehmensgeschichten der Münsteraner Klavierfabriken Knake (1808-1917) und Knoche (1914-1968) entfaltet. Dabei interessiert sich der Verf. besonders für die Gründe des Niedergangs der beiden Firmen: Zeitumstände (Krieg) und Schicksalsschläge (Brand) sowie fehlender Nachwuchs werden als Ursachen ausgemacht. Das "ehrbare Handwerk" Klavierbau war nicht rentabel und daher für die nachfolgenden Generationen der Klavierbauer nicht attraktiv genug. Am Beispiel der untersuchten Firmen kam der Verf. zu dem Schluss, dass "sich regen [den Klavierbauern] den Segen gebracht [hat], allerdings nicht in Form von materiellem Gewinn, sondern in Form von beruflicher Zufriedenheit".