Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Die Zinkerzgrube Lüderich

4. Preis
2005
Lublasser, Sarah
Klaus-Armin Pfiffer

Klasse 08; Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

51503 Rösrath, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2005-0993

Die Verf. beschäftigt sich mit der Zink-Bleierz-Grube Lüderich in Overath in der Zeit zwischen 1852 und 1978, als eine belgische Firme die Grube betrieben hat. Die Verf. selbst wohnt nur ca. 200 m Luftlinie von der ehemaligen Grube entfernt. Sie interessiert sich besonders für die Veränderungen der Arbeitsbedingungen und -abläufe und für die sozialen Verhältnisse der Arbeiter. Die materiale Grundlage bilden Archivalien vor allem aus dem Stadtarchiv Overath und aus privatem Besitz, mehrere Gespräche mit Zeitzeugen und Experten, (lokal)historische Literatur, Informationen aus dem Internet sowie zahlreiche eigene Fotos der Verf. vom ehemaligen Grubengelände und den dazugehörigen Wohnhäusern.

Literaturverzeichnis

67 S., ms., ill. mit Fotos, Abb. und einer großformatigen Karte, Anhang: Quellensammlung

Quellen

Nach einleitenden Informationen zum Berg Lüderich in Overath und Rösrath und zur Geschichte des Bergbaus am Lüderich seit dem 16. Jahrhundert gibt die Verf. eine Übersicht über die Belegschaft der Grube Lüderich seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie erläutert die verschiedenen Berufe und Berufsausbildungen im Bergbau und beschreibt anschaulich die Werkzeuge und Abbaumethoden. Anschließend stellt sie in vielfältigen Aspekten die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter dar (Schichten und Schichtenablauf, Berufskrankheiten und Risiken unter Tage, Lebensumstände und Löhne). Dabei zeigt sie innerhalb der Aspekte die Entwicklungen auf und ordnet sie zeitlich in das ausgehende 19. Jahrhundert, die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und die 1950er bis 1970er Jahre ein. Ein Kapitel zur Schließung der Grube 1978, die aus den unterschiedlichen Perspektiven der betroffenen Personen betrachtet wird, sowie zu den Folgen für die Region beschließt den Beitrag.