Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Die Zigarrenindustrie in Baden - Frauen als Arbeitnehmer, Juden als Arbeitgeber
Klasse 07; Rabanus-Maurus-Gymnasium, Max-Planck-Gymnasium
55118 Mainz/Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland
#2005-0430
Die Verf. schildern vor dem Hintergrund politischer und wirtschaftlicher Prozesse im 19. und 20. Jahrhundert die Entwicklung der Mannheimer Zigarrenindustrie. Dabei nehmen sie besonders die vorrangig jüdische Unternehmerschaft und die Frauen als Arbeitnehmende in den Blick. Die materiale Grundlage der Untersuchung ist vielfältig: Zeitzeugenberichte, Informationen von Experten, ein Besuch des Zigarrenmuseums in Lorsch, Adressbücher der Stadt Mannheim, Literatur - darunter zwei Dissertationen zum jüdischen Tabakhandel in der Pfalz und Nordbaden und zu den Tabakarbeiterinnen in Baden 1870-1914 - sowie Informationen aus dem Internet.
Literaturverzeichnis
27 S., ms., ill. mit Fotos, Abb. und Dokumentenkopien
Quellen
Die Verf. schildern zunächst die Anfänge der Tabakindustrie in Baden zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die Situation der Juden in Baden seit dem 13. Jahrhundert. Die kaufmännische Tradition und Qualifikation, eine hohe Mobilität, die überregionale Vernetzung jüdischer Familien, eine überdurchschnittliche Kapitalkraft und Ausbildung führten zu einer Dominanz der Juden im badischen Tabakhandel bis 1933. Nach allgemeinen Informationen zu der Etablierung und dem Ausbau der badischen Zigarrenindustrie, zur Beschäftigung von Frauen und einer genauen Beschreibung der Zigarrenherstellung in Texten und Bildern beschreiben die Verf. in vielen Aspekten die Arbeitsbedingungen der Zigarrenarbeiterinnen und veranschaulichen diese anhand eines typischen Tagesablaufs einer Arbeiterin.