Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Der Niedergang eines Dorfes im Bayerischen Wald. Das Leben und Arbeiten der Bewohner des ehemaligen Dorfes Oberbreitenau

4. Preis
2005
Wittenzellner, Miriam
Franz Grubwinkler

Klasse 10; Siegfried-von-Vegesack-Realschule

94209 Regen, Bayern, Deutschland

#2005-0420

Die Verf. schildert das Leben und Arbeiten der Bewohner des ehemaligen Dorfes Oberbreitenau zwischen Regensburg und Passau, in dem auch die Urururgroßeltern der Verf. lebten. Dabei geht sie der Frage nach, aus welchen Gründen die letzten Bewohner in den 1950er Jahren das Bauerndorf, von dem heute nur noch Ruinen übrig sind, verließen. Als materiale Grundlage dienen der Verf. Zeitzeugenberichte, Dokumente und Fotos aus privatem Besitz, Literatur und Informationen aus dem Internet.

Literaturverzeichnis

20 S., ms., ill. mit Fotos. Abb., Karten und Dokumentenkopien

Quellen

Nach einer kurzen geografischen Einordnung stellt die Verf. zunächst die Gründung des Dorfes Oberbreitenau im Jahr 1585 dar. Kurz nach der Gründung wurde in Oberbreitenau eine Glashütte errichtet, die bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 1650 der wichtigste Arbeitgeber der Dorfbewohner war. Die Verf. schildert anschließend den Wandel von Oberbreitenau zum Bauerndorf und beschreibt detailliert und anschaulich den Aufbau der Bauernhäuser sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bauernfamilien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei unterscheidet sie die Arbeit der Männer und der Frauen. Abschließend fragt die Verf. nach den Gründen für den Rückgang der Bevölkerung und kommt zu dem Schluss, dass die Landwirtschaft aufgrund des rauen Klimas und der schlechten Böden keine großen Erträge versprach und dass die im Zuge der Industrialisierung neu entstandenen Arbeitsplätze im Tal aufgrund der schlechten Verkehrsanbindung für die Dorfbewohner unerreichbar waren. Um ihre Existenz zu sichern, waren sie also gezwungen, das Dorf zu verlassen. Die beiden letzten verbliebenen Landwirte wurden 1937 unter militärischem Druck zum Verkauf gezwungen, weil die Hochebene von Oberbreitenau zu Manöverzwecken diente.