Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte "Darf es für fünf Pfennig mehr sein?" - Die Geschichte des Kolonialwarenladens M. Baumann

3. Preis
2005
Nohn, Felix
Günter Heidt

Klasse 12; Gymnasium Saarburg

54439 Saarburg, Rheinland-Pfalz, Deutschland

#2005-0859

Der Verf. schildert die Geschichte des Kolonialwarenladens M. Baumann im Dorf Beurig im Kreis Saarburg von der Gründung 1872 bis zur Schließung 1987. Er arbeitet damit auch ein Teil seiner eigenen Familiengeschichte auf, da seine Großeltern die letzten Inhaber des Ladens waren. Am Beispiel der Geschäftsgeschichte soll der Wandel in den Berufen des Einzelhandelskaufmanns und der Verkäuferin nachgezeichnet werden. Die materiale Grundlage bilden ausführliche Gespräche in der Familie sowie mit ehemaligen Angestellten, Dokumente aus Privatbesitz und aus Archiven, umfassende Literatur sowie Informationen aus dem Internet.

Literaturverzeichnis

121 S., ms., ill. mit Fotos, Dokumentenkopien und Grafiken, Anhang: Interviewtranskripte, Dokumentenkopien, Übersicht "Berufsstruktur in Beurig" im Jahr 1939

Quellen

Der Beitrag stellt zunächst auf der Grundlage umfangreicher (lokal)historischer Studien die Politik und Wirtschaft im Saarburger Raum und ihre Auswirkungen auf das Geschäft dar. Anschließend rekonstruiert der Verf. vor allem aus mündlichen Quellen und privaten Dokumenten die familiäre Biografie, die Phase der Geschäftsgründung und die Entwicklung des Kolonialwarenladens in der Folgezeit. Dabei schildert er anschaulich verschiedene Aspekte der "Arbeitswelt" Kolonialwarenladen: die Arbeit der Verkäuferin, technische Hilfsmittel, Wareneinkauf, Verdienst eines Lebensmittelhändlers 1900-1908, die Arbeit des Kolonialwaren- bzw. Einzelhändlers, die Kundschaft. Abschließend erläutert der Verf. die Gründe und Umstände der Aufgabe des Geschäfts. Dabei stellt er die "kleine" Geschichte des Ladens immer wieder in den Zusammenhang der "großen" Geschichte. Auf diese Weise gelingt ihm eine - auch durch die zahlreichen Fotos und Dokumente - sehr anschauliche und dichte Darstellung des wirtschaftlich-sozialen Verbandes Laden - Familie - Dorf.