Competition: Sich regen bringt Segen? Arbeit in der Geschichte Arbeit und Arbeiterexistenz im Wandel. Beobachtungen zur Arbeiterlage in Karlsruhe zur Zeit der Weimarer Republik (1924 - 1932)
Klasse 12 u. 13; Bismarck-Gymnasium
76133 Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland
#2005-0229
Die Verf. untersuchen die Situation der Arbeiter in Karlsruhe von 1924 bis 1932. Ausgehend von Überlegungen zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen wie der Arbeitslosigkeit und der Globalisierung gehen die Verf. der Frage nach, wie sich in den 1920er Jahren die Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen in der Arbeitswelt niedergeschlagen haben. Sie stützen sich auf umfangreiches Material aus öffentlichen Archiven und aus Firmen- und Verbandsarchiven, zahlreiche zeitgenössische Zeitungsartikel zur Situation der Arbeiter, ein Zeitzeugengespräch, historische Untersuchungen sowie Informationen aus dem Internet.
Literaturverzeichnis
140 S., ms., ill. mit Fotos, Abb., Dokumentenkopien, Grafiken und Tabellen
Quellen
Die Verf., die sich arbeitsteilig mit den Teilthemen beschäftigen, schildern in einem ersten Teil zunächst die Entwicklung der Arbeitersituation in den 1920er Jahren. Ausgehend von der wirtschaftlichen Entwicklung und ihren Auswirkungen in Karlsruhe untersuchen sie am Beispiel der Firma Haid & Neu die Folgen der Rationalisierung von Arbeit. Sie beschreiben ausführlich und anschaulich die Wohnsituation der Arbeiter von der Wohnungsnot nach Kriegsende bis zum "Neuen Bauen" in Karlsruhe Ende der 1920er Jahre sowie die Freizeitgestaltung der Arbeiter innerhalb der Arbeitervereine. In einem zweiten Teil nehmen die Verf. die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter in den Blick. Sie schildern die zunehmende Arbeitslosigkeit und ihre Folgen für den Einzelnen, die staatliche und kommunale Sozialpolitik, öffentliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, soziale Bewegungen sowie das veränderte Freizeitverhalten der Arbeiter. Dabei gehen die Verf. in den einzelnen Kapitel von den globalen und nationalen Bedingungen aus und beschreiben vor diesem Hintergrund konkret, anschaulich und auf vielfältige Quellen gestützt die Situation in Karlsruhe. Sie rücken außerdem immer wieder die Frage nach der Bedeutung von Arbeit für die Region sowie für die Identität der einzelnen Menschen in den Vordergrund.