Competition: Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte Paul Rebenstock – vom »Stasimann zum Stalinismusopfer«
Klasse 11+12, Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium, Gymnasium
17291 Prenzlau, Brandenburg, Deutschland
#2011-0657
1954 wurde der Stasi-Funktionär und Überläufer Paul Rebenstock in Dresden durch die Guillotine hingerichtet. Ohne juristischen Beistand war Rebenstock des Hochverrats angeklagt und für schuldig befunden worden. Vorangegangen war eine kurze Stasi-Karriere: 1951 wurde Rebenstock zum Leiter der Kreisdienststelle Prenzlau befördert. Doch schon bald brachten ihn private Eskapaden und Unterschlagungen in das Visier der Staatssicherheit. Ende Januar 1953 beantragte Rebenstock Asyl bei der West-Berliner Polizei. Dabei gab Rebenstock den bundesdeutschen und alliierten Behörden bereitwillig Auskunft über Stasi-Dienststellen, -Mitarbeiter und Anordnungen des Ministeriums. Den DDR-Skandal um Rebenstock haben die Schüler Carsten Bartelt und Paulina Schilling rekonstruiert. Grundlage ihrer Wettbewerbsarbeit sind BStU-Akten und Zeitzeugeninterviews.