Competition: Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte Ist das Kunst oder kann das weg? Die Ru(h)mkugeln am Aasee: Provokation, Kunst oder ein Beitrag zum lebenslangen Lernen? Eine Untersuchung zur skandalverdächtigen Skulptur 1977

Landessieger
2011
Reda, Zeinab / Salzig, Hannah
Sabrina Hamidi

Klasse 08, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Gymnasium

48161 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2011-0068

1977 wurde am Aasee in Münster das öffentliche Kunstwerk »Giant Pool Balls« aufgestellt, drei Billardkugeln aus Beton mit einem Durchmesser von rund dreieinhalb Metern. Die Skulptur stammte vom amerikanischen Pop-Art-Künstler Claes Oldenburg und wurde im Rahmen der ersten Kunstschau »SkulpturProjekte« ausgestellt. Die Öffentlichkeit in Münster reagierte schockiert auf das Kunstwerk im öffentlichen Raum. Anhand zeitgenössischer Pressedarstellungen und eines Interviews mit dem ehemaligen Oberstadtdirektor von Münster rekonstruieren die Schülerinnen Zainab Reda und Hannah Salzig den Konflikt. Auf Grundlage einer Passantenbefragung legen sie dar, wie sich die öffentliche Meinung wandelte und sich ein offeneres Kunstverständnis in weiten Teilen der Münsteraner Bürgerschaft durchgesetzt hat.