Competition: Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte Der Fall Rapp im Entnazifizierungsskandal von Württemberg-Baden
Klasse 11, Lessing-Gymnasium Winnenden, Gymnasium
71364 Winnenden, Baden-Württemberg, Deutschland
#2011-0993
Im Entnazifizierungsskandal von 1950 wurden mehr als 1.000 Akten und Fragebögen der Entnazifizierung gefälscht. NSDAP-Eliten erschlichen sich auf diese Weise Zugang zu wichtigen Positionen in Politik und Gesellschaft in der Nachkriegszeit. Eine Schlüsselrolle im Skandal spielte der stellvertretende Befreiungsminister Andreas Rapp, der sich bestechen ließ und sich persönlich bereicherte. Rapp stellte eine Vielzahl der gefälschten »Persilscheine« persönlich aus. Minutiös rekonstruieren Anna Göring und Elisa Felbermayr den Fall Rapp innerhalb des Entnazifizierungsskandals. Sie differenzieren zwischen den Aussagen der Archivquellen und der zeitgenössischen Presseberichterstattung und kritisieren die milden Gerichtsurteile. Dabei stützten sie sich im Wesentlichen auf Akten aus den Staatsarchiven in Stuttgart und Ludwigsburg.