Competition: Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte Der Dresdner Juristenprozess 1947 – ein Skandal?
Klasse 10, Hans-Erlwein-Gymnasium, Gymnasium
01277 Dresden, Sachsen, Deutschland
#2011-0655
Im Dresdner Juristenprozess 1947 wurden sächsische Richter und Staatsanwälte des Justizmords während des Nationalsozialismus angeklagt. Im Juristenprozess von 1947 erhielten die Angeklagten zunächst niedrige Haftstrafen. Die milden Urteile wurden in einem Folgeprozess revidiert, nachdem die SED die Urteile skandalisiert hatte. Dabei traf die Kampagne auch den jüdischen Rechtsanwalt Dr. Fritz Glaser, der einen NS-Richter vertreten hatte. Glaser wurde der Status als Verfolgter des Faschismus aberkannt. Die 16 Schülerinnen und Schüler des Hans-Erlwein-Gymnasiums erstellten mit selbstgedrehten Filmmaterial eine einstündige Dokumentation über die Juristenprozesse und ihre Folgen. Sie befragten Zeitzeugen, werteten Quellen des Sächsischen Staatsarchivs aus, recherchierten beim MDR und im deutsch-russischen Kulturinstitut, bezogen Kunstgegenstände und die Galerie der Neuen Meister Dresden mit ein.