Competition: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Religiöse Motivation politischen Handelns am Beispiel Fürstbischof Christoph Bernhards von Galen
12. Klasse, Wolfhelmschule Gesamtschule der Stadt Olfen, Gesamtschule
59399 Olfen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2017-0542
Auf welche Weise beeinflusst die religiöse Motivation das politische Handeln eines Akteurs? Um diese philosophische Fragestellung zu untersuchen und einen regionalen Bezug herzustellen, wählte Jens Ulrich Noske die historische Persönlichkeit Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen aus. Dieser regierte das Hochstift zu Münster von 1650 bis 1678 und formte, unter anderem durch militärische Aktionen und weitreichende Reformen, nachhaltig die Politik. Sein politisches Handeln im Kontext von Religion ist Gegenstand dieser Arbeit. Im Fall von Christoph Bernhard von Galen fand der Zwölftklässler durchaus Beispiele radikaler Glaubensansichten, zeigte jedoch, dass diese nicht zum Leitfaden seines politischen Handelns wurden. Beispielsweise stand der Bischof trotz seines strengen Glaubens der »Hexenverfolgung« kritisch gegenüber. Er verbot die Wasserprobe bei vermeintlichen »Hexen«. Der Autor kommt zu der Erkenntnis, dass politisches Handeln nur dann eindeutig religiös motiviert ist, wenn Glauben als Motivation vorliegt. Er schließt im Umkehrschluss aus, dass der Glaube aus dem politischen Handeln resultiert.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben