Competition: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Religion und Ideologie im Dritten Reich am Beispiel der Thingstätten in Koblenz

3. Preis
2017
Schreiber, Arved
Oliver Simon

11. Klasse, Eichendorff-Gymnasium, Gymnasium

56068 Koblenz, Rheinland-Pfalz, Deutschland

#2017-0593

Durch die Errichtung von sogenannten Thingplätzen schufen die Nationalsozialisten einen Versammlungsort für die Ausrichtung von gemeinsamen Festen. Nach dem architektonischen Vorbild des altgriechischen Theaters erbaut, dienten sie als besondere Feierstätte für zum Beispiel Sonnenwendfeiern, das Volksweihnachtsfest oder den nationalsozialistischen Heldenkult. Arved Schreiber befasst sich in seinem Beitrag mit der Frage, inwieweit der »Thing-Kult« eine politische Ersatzreligion für die Koblenzer Bevölkerung wurde. Am Beispiel von drei ehemaligen Thingstätten in der Region Koblenz (am Schloss, in Arzheim und im Bienhorntal in Pfaffenhausen) erörtert der Schüler die Nutzung dieser Plätze und die Reaktionen seitens der christlichen Bevölkerung. Der Schüler kommt zu dem Schluss, dass sich eine »Thing-Bewegung« nicht als Ersatzreligion durchsetzen konnte, jedoch als anfängliches Propagandamittel des NS-Regimes dienlich war. Zugleich zieht der Elftklässler Bezüge in die Gegenwart und benennt Beispiele, wo christlich-religiöse Werte instrumentalisiert werden.

Literaturverzeichnis

Bibliografische Angaben