Competition: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Mutiges Glaubensleben
9. Klasse, Marie-Curie-Gymnasium, Gymnasium
45657 Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2017-0204
Die russische Zarin Katharina II. lud im Jahr 1762 Hofbesitzer aus Nord- und Mitteleuropa ein, sich in ihrem Reich niederzulassen. Sie versprach ihnen Religionsfreiheit, weshalb viele Menschen der Einladung folgten, darunter die Vorfahren von Alina Stodz. Das Privileg der freien Religionsausübung ging durch die Russische Revolution und mit Wladimir Iljitsch Lenin verloren. Zwischen 1918 und 1939 wurden 40.000 Geistliche hingerichtet. Unter den Verfolgten war Christian Bechthold, der Ururgroßvater der Schülerin. Auf Basis der Familiengeschichte untersuchte die Neuntklässlerin, wie es einem damals Gläubigen erging. Die Autorin stellt fest, dass, obwohl dies die gravierendste Christenverfolgung der Moderne ist, keine Aufarbeitung stattfand. Auch ein Erinnerungszentrum existiert nicht. Mit ihrer Arbeit möchte die Neuntklässlerin das geschehene Unrecht aufarbeiten und darauf hinweisen, dass eine freie Glaubensausübung in vielen Teilen der Welt bis heute nicht möglich ist.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben