Competition: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte »Der Erb-Feyndt des christlichen Nahmens der Groß-Türck«. Auswirkungen der Türkenkriege in Münster und deren Ausdrucksformen zwischen dem 16. Jahrhundert und dem 20. Jahrhundert

1. Preis
2017
Ebert, Carina
Katy Beck

9. Klasse, Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Gymnasium

48143 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2017-0282

Carina Ebert beschäftigt sich mit den Türkenkriegen in drei Schritten. Sie beginnt mit dem historischen Hintergrund, leitet danach zu der Frage über, ob die Kriege religiös motiviert waren, und endet mit der Untersuchung der Angst der Bevölkerung vor einer türkischen Invasion. Im Fokus steht dabei, wie sich die Türkenkriege in Münster auswirkten. Dank umfangreicher Quellen aus dem Stadtarchiv Münster fand die Autorin heraus, dass aus europäischer Sicht die Türkenkriege eine Fortführung der Kreuzzüge waren. Das Motiv war religiöser Natur, und der Gegner wurde als Erbfeind betrachtet. Bei der Untersuchung der Beteiligung des Fürstbistums Münster stellte sie fest, dass sich die Stadt politisch zurückhielt und die Bedrohung als gering einschätzte. Dennoch schickte das Bistum Soldaten zur Unterstützung in den Krieg. Interessant fand die Neuntklässlerin, dass an die Thematik in Form des »Guten Montags« immer noch erinnert wird. Heutige Konflikte, schließt die Schülerin, entstammen nicht der Rivalität zweier Religionen, sondern der fehlenden Differenzierung zwischen beispielsweise Muslimen und Islamisten.

Literaturverzeichnis

Bibliografische Angaben