Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Wer war Alfred Preis? Der Weg einen Unsichtbaren sichtbar zu machen
11. Klasse, Gelehrtenschule des Johanneums, Gymnasium
22301 Hamburg, Hamburg, Deutschland
#2025-1005
Nach einem Telefongespräch mit ihrer Großmutter, in dem sie erstmals von ihrem lang verschwiegenen Familienmitglied erfährt, rekonstruiert Clara Ross in ihrem Filmbeitrag die Lebensgeschichte ihres jüdischen Ururgroßvaters Alfred Preis. Dabei erfährt sie, dass er im Jahre 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. Um mehr über das Leben ihres Vorfahren herauszufinden, betrieb die Schülerin intensive Archivrecherche, wertete wiederentdeckte Postkarten aus dem Familienbestand aus und führte Interviews mit ihren Familienmitgliedern. So konnte sie nicht nur den Lebenslauf Alfred Preis‘ rekonstruieren, sondern auch die Auswirkungen des Schweigens auf die nachfolgenden Generationen herausarbeiten. Mit ihrer Arbeit durchbricht sie das generationsübergreifende Schweigen über die nationalsozialistische Vergangenheit und macht Alfred Preis sichtbar – als Opfer des Nationalsozialismus, als Vater und als Teil ihrer Familiengeschichte.