Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Sprachliche Grenzen in Norddeutschland - Plattdeutsch in der Schule in den 1950er Jahren

Landessieger
2025
Lena-Marit Peters
Audio/Podcast
Anne-Kathrin Weitkämper

12. Klasse, Lise-Meitner-Gymnasium

22851 Norderstedt, Schleswig-Holstein, Deutschland

#2025-0648

Zu Hochzeiten der Hanse war Plattdeutsch die Sprache der Wohlhabenden: Handelsleute kommunizierten auf Plattdeutsch, selbst in den Königshäusern fand die Sprache Einzug. Doch mit dem Untergang der Hanse im 15. Jahrhundert verlor auch Plattdeutsch an Bedeutung. Fortan wurde es fast nur noch im ländlichen Raum gesprochen, während sich in den Städten Hochdeutsch verbreitete. Daraus ergab sich für Lena-Marit Peters die Frage, ob sprachliche Grenzen auch zur Ausgrenzung von Menschen führen. Hierfür fokussiert sie sich auf die 1950er Jahre und sprach mit Zeitzeug:innen, die damals zur Schule gingen. Diese berichteten ihr zum Beispiel davon, dass eine Zeit lang nur Hochdeutsch an Schulen gesprochen werden durfte und es Ärger gab, wenn man dennoch Plattdeutsch sprach. Zudem interviewte die Schülerin Personen, die heute noch Plattdeutsch lehren und wagt einen Blick in die Zukunft: Wie kann die Sprache erhalten werden? All diese Gespräche verarbeitete sie zu einem Podcast.