Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Neue und alte Grenzen - Wie die Mediatisierung die Grenzen in Weil der Stadt verschob

Landessieger
2025
Mathilda Alm
Schriftlich-Sachtext
Andreas Mohr

11. Klasse, Gymnasium Unterrieden

71069 Sindelfingen, Baden-Württemberg, Deutschland

#2025-1503

Als eine Folge der Niederlage gegen Frankreich ordneten sich die deutschen Teilstaaten im „Reichsdeputationshauptschluss“ von 1803 neu. Kleinstaaten, Fürstbistümer und freie Städte verschwanden beziehungsweise wurden mit benachbarten Mittelstaaten zusammengelegt. So ging es auch der zuvor unabhängigen Reichsstadt Weil der Stadt, die nun zum Herzogtum – ab 1806: Königreich – Württemberg gehört. Das zuvor selbstbestimmte Bürgertum musste sich nun einem absolutistisch denkenden König beugen und verlor rechtliche und wirtschaftliche Handlungsspielräume. Als eine der wenigen katholischen Städte im protestantischen Württemberg kam auch der kulturelle und gesellschaftliche Austausch mit den benachbarten Städten nur zögerlich voran. Einen positiven Effekt stellte Mathilda Alm in ihrer Arbeit, die vor allem auf Quellen aus dem Stadt- und Landesarchiv beruht, allerdings fest: Durch den Abbau der alten Stadtbefestigung und die Einbindung in das württembergische Straßennetz verbesserten sich die Verkehrswege und Handelsrouten deutlich.