Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Mein Uropa und der Nationalsozialismus - Grenzen im Kopf eines Studenten und jungen Wehrmachtssoldaten
12. Klasse, Wentzinger Gymnasium
79110 Freiburg, Baden-Württemberg, Deutschland
#2025-1229
Wie stand ein junger Student in den späten 1930er Jahren zum Nationalsozialismus? Und wie wirkten sich Fronteinsatz und Kriegsgefangenschaft auf einen jungen Menschen aus? Diesen Fragen ging Jonathan Rabus anhand der Tagebücher seines Urgroßvaters nach, die dieser regelmäßig geführt hatte und die bis auf eine Ausnahme überliefert sind. Der Schüler übertrug die Einträge – teilweise mit Hilfe der Software „Transkribus“ – und analysierte, wie das Denken und die Sprache des NS-Regimes seinen Urgroßvater in jungen Jahren prägten. Die Propaganda hinterließ auch bei ihm Spuren, obwohl er aus christlicher Überzeugung kein Nationalsozialist war und während seines ersten Kriegseinsatzes beispielsweise Mitleid mit der polnischen Bevölkerung empfand. Neben den Gedanken und der Biografie seines Urgroßvaters, die der Autor mit zahlreichen Bildern aus dem Familienbesitz illustriert, beschäftigt sich die Arbeit auch ausführlich mit der Interpretation von Tagebüchern als historischer Quelle.