Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Masematte als sprachliche Aus- und Abgrenzung

Landessieger
2025
4 Schüler:innen der 13. Klasse
Präsentation
Dirk Männicke, Julia Börger

13. Klasse, Städtische Gesamtschule Münster-Mitte

48143 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2025-0301

In einem halbstündigen Erklärvideo beleuchten die Oberstufenschüler die Entwicklung des Soziolekts „Masematte“ in Münster. Anders als bei einem Dialekt, der sich vor allem durch die Sprachentwicklung innerhalb einer Region erklären lässt, entwickelt sich ein Soziolekt bewusst oder unbeabsichtigt innerhalb einer bestimmten Bevölkerungsgruppe. Die Teilnehmer zeigen, wie das Masematte im 19. Jahrhundert als Sprache von Zugewanderten entstand, die oft als billige Arbeitskräfte nach Münster gekommen waren. So galt sie lange als Sprache der Unterschichten oder wurde mit bestimmten Stadtteilen mit einem zweifelhaften Ruf gleichgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich die Wahrnehmung, einzelne Begriffe und Redewendungen wurden von Teilen der Bevölkerung als Jugend- und „Spaßsprache“ aufgegriffen und wirkten sogar identitätsstiftend. Das Video zeigt, wie sich mit dem Wandel der Stadtgesellschaft auch die Wahrnehmung und die sozialen Funktionen des Masematte veränderten.