Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Jüdische Rechtsanwälte aus Gießen - von 1933-1945

Landessieger
2025
Elisabeth Aberschanski
Schriftlich-Sachtext
Christoph Geibel, Steffen Boßhammer

9. Klasse, Landgraf-Ludwigs-Gymnasium

35396 Gießen, Hessen, Deutschland

#2025-1497

Im Frühjahr 1933 veränderte sich das Leben jüdischer Familien in der Weimarer Republik grundlegend. Obwohl sie sich selbst als deutsch verstanden, nahm die Zahl der Ausgrenzungen und Übergriffe gegen sie spürbar zu. Elisabeth Aberschanski veranschaulichte diese Situation jüdischer Familien nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in ihrem schriftlichen Beitrag. Dabei richtete sie ihren Blick auf jüdische Rechtsanwälte in Gießen und zeigte, wie sehr sie sowohl im gesellschaftlichen als auch im beruflichen Leben eingeschränkt wurden. Zudem beschreibt sie die zahlreichen Grenzverletzungen des NS-Regimes gegenüber jüdischen Menschen – und machte dabei nicht nur physische Grenzen wie Emigration und Deportation sichtbar, sondern auch die Überschreitungen gesellschaftlicher und moralischer Normen. Für ihre Ausarbeitung griff sie neben Literatur und Zeitungen auf Archivalien aus dem Hauptstaatsarchiv Wiesbaden sowie dem Staatsarchiv in Darmstadt und dem Stadtarchiv in Gießen zurück. Weiterhin wurden eine Akte des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt und Akten des „Leo Baeck Institute“ in New York genutzt.