Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Grenzen während der Zeit des Nationalsozialismus - Die Ausgrenzung von Menschen in Jena zwischen 1933 und 1945
10. Klasse, Otto-Schott-Gymnasium
07747 Jena, Thüringen, Deutschland
#2025-0251
Im September 1935 erließen die Nationalsozialisten die „Nürnberger Gesetze“. Diese schufen die Grundlage für die systematische Ausgrenzung von Jüd:innen. So war es jüdischen Schüler:innen etwa verboten, öffentliche Verkehrsmittel für den Schulweg zu nutzen, sofern die Schule weniger als fünf Kilometer vom Wohnort entfernt war. Um zu zeigen, wie weit diese Strecke sein kann, entwarfen 17 Schüler:innen einen fünf Kilometer langen Stadtrundgang durch Jena. Dieser führt an 20 Stolpersteinen vorbei. Die Zehntklässler:innen recherchierten zu jedem Stolperstein die Lebensgeschichte der jeweiligen NS-Opfer, schrieben sie auf und sprachen sie als Audiodateien ein. Diese sind über eine App beim Rundgang abrufbar, sodass sich Besucher:innen die Geschichten der Deportierten anhören können. Zusätzlich produzierten die Schüler:innen einen Podcast, in dem sie den Entstehungsprozess des Rundgangs beschreiben und Hintergrundwissen zur Ausgrenzung von Jüd:innen im Nationalsozialismus vermitteln.