Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Für mich gibt es keine Grenzen - Das Leben einer Jüdin in einer Kleinstadt
10. Klasse, Werner-Heisenberg-Gymnasium
25746 Heide, Schleswig-Holstein, Deutschland
#2025-1304
Als Ellen Kay 1934 ihr Abitur ablegen wollte, fiel sie zunächst durch. Denn ihre Mutter war Halbjüdin und Schüler:innen ‚nicht-arischer‘ Abstammung waren im Nationalsozialismus an Schulen nicht erwünscht. Erst nachdem Ellens Vater Einspruch gegen das Prüfungsergebnis eingelegt hatte, bestand sie die Abschlussprüfung. Doch was geschah danach? Um dies herauszufinden recherchierte Matea Mircheska zunächst im Schularchiv. Dort konnte sie Ellens Motivationsschreiben für die Zulassung zum Abitur einsehen. Darin schrieb Ellen über ihren Wunsch, Medizin zu studieren. Die Recherche führte weiter zu den Ellis Island Records, wodurch die Zehntklässlerin herausfand, dass Ellen 1934 zu einem Verwandten in die Vereinigten Staaten ausgewandert war. Ob Ellen dort wie einst erträumt Medizin studierte, konnte die Schülerin nicht herausfinden. Jedoch gelang es ihr durch sorgfältige Recherche in verschiedenen Datenbanken, wichtige Stationen in Ellens Leben in einem Forschungsbericht nachzuzeichnen.