Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Der grenzüberschreitende Umgang mit Behinderten in der NS-Zeit - menschenunwürdige Behandlung und Tötung von "Nutzlosen"
9. Klasse, Hermann-Böse-Gymnasium
28209 Bremen, Bremen, Deutschland
#2025-0957
Die späte Anerkennung der Opfer der NS-‚Euthanasie‘-Morde in der Erinnerungskultur war ein zentraler Aspekt bei der Themenauswahl des Filmprojekts von Marie Liv Schütz und Chiara Zucca. Die Schülerinnen beleuchten die Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen durch die Nationalsozialist:innen und dokumentieren das Leben dreier Menschen rund um die Bremer Nervenklinik im Zweiten Weltkrieg: zwei Opfer – ein dreijähriges Kind und ein seit Jahren symptomloser Patient – sowie einen Täter, der nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Durch die Auswertung von Briefen legen sie die rassenhygienischen Überzeugungen des Klinikleiters dar, rekonstruieren aber auch den Alltag in der Anstalt und die Gefühlswelt des Opfers Jacob Goldschweer. Ihr Film thematisiert einen lange vergessenen Teil der nationalsozialistischen Verbrechen und dessen ethische Grenzüberschreitungen.