Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Ausgrenzung und Verfolgung Rostocker Juden im Nationalsozialismus - Nachforschungen anhand der Autobiografie Hans-Ludwig Levys
10. Klasse, Musikgymnasium Käthe Kollwitz
18146 Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
#2025-0290
Auf der Suche nach möglichen Interviewpartner:innen zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rostock wandte sich Ina Brechling an die Begegnungsstätte Max-Samuel-Haus. Diese konnte ihr leider keine Gespräche vermitteln, ermöglichte ihr aber den Zugriff auf den Nachlass von zwei verstorbenen jüdische Zeitzeugen. Die Zehntklässlerin entschied sich, die autobiografischen Aufzeichnungen von Hans-Ludwig Levy auszuwerten, der das NS-Regime als Kind und Jugendlicher erlebte – und überlebte, da seine Mutter Christin war und er aus einer sogenannten „privilegierten Mischehe“ stammte. Die immer deutliche Diskriminierung von jüdischen Deutschen erfuhr er dennoch am eigenen Leib. Als Jugendlicher durfte er weder die Schule besuchen noch eine Ausbildung machen, sondern lediglich als „Hilfsarbeiter“ etwas Geld verdienen. Neben der schriftlichen Arbeit über Levys Biografie erstellte die Schülerin einen Kurzfilm, der mit Fotos und Originalquellen den historischen Kontext der antisemitischen Politik erläutert.