Competition: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Als jüdische Kontigentflüchtlinge von der Sowjetunion in die BRD

Landessieger
2025
Daniel Bleckmann
Schriftlich-kreativ (Tagebuch, Drehbuch etc.)
Jonathan Radkowski, Nils Vollert

9. Klasse, Neues Gymnasium Bochum

44789 Bochum, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2025-2718

In einem sehr persönlichen Beitrag dokumentiert Daniel Bleckmann die Geschichte seiner Familie und die Bedeutung der jüdischen Religion in den verschiedenen Biografien. Seine Eltern kamen unabhängig voneinander als sogenannte „Kontingentflüchtlinge“ aus der Ukraine nach Bochum. In der neuen Heimat erfuhren sie große Unterstützung – durch die jüdische Gemeinde und die nicht-jüdische Bevölkerung. Viele jüdische Traditionen konnten die Familienmitglieder erst nach der Auswanderung wirklich annehmen, da religiöse Handlungen im Allgemeinen und jüdische Rituale im Besondern in der Sowjetunion mit Argwohn betrachtet wurden. Die intern gepflegte jiddische Sprache half beim Erlernen des Deutschen. So ist der Neuntklässler einerseits der Meinung, dass seine Generation die erste ist, die die jüdische Religiosität wirklich frei leben kann. Andererseits betont er seine „dreidimensionale“ Identität, die durch die Herkunft aus der Sowjetunion, die jüdische Religion und das Aufwachsen in Deutschland entstanden sei.