Competition: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte Wie funktioniert stille Integration? Eine Analyse vietnamesischer Einwanderung zur Zeit der DDR aus Sicht eines Gastarbeiters des VEB Ankerwerk in Rudolstadt

2. Preis
2015
Anh Vo, Duong; Kaufmann, Josephine; Vo Thanh, Dung
ohne Tutor

Klasse 12, Gymnasium Fridericianum, Gymnasium

07407 Rudolstadt, Thüringen, Deutschland

#2015-0423

Als der Arbeitskräftemangel in der DDR zum drängenden Problem wurde, begann der Staat Arbeiter aus dem Ausland anzuwerben. Die Vertragsarbeiter kamen vor allem aus Vietnam. Die Situation im Herkunftsland, das Auswahlverfahren, den Wandel der DDR-Vertragsarbeiterpolitik sowie die Außenseiterposition vietnamesischer Vertragsarbeiter beleuchten die Teilnehmenden anhand einer Familiengeschichte. Sie berücksichtigen dafür eine umfangreiche Materialsammlung von Quellen aus den Archiven in Rudolstadt, Informationen aus der Fachliteratur und einem Zeitzeugengespräch. Die Teilnehmenden befassen sich auch mit dem politischen Umbruch 1989/90 und den Folgen für die ehemaligen vietnamesischen Vertragsarbeiter im vereinten Deutschland. Die Jugendlichen zeigen nicht nur den Wandel und die Folgeprobleme der staatlich gelenkten Isolation vietnamesischer Vertragsarbeiter in der DDR, sondern engagieren sich auch über ihr Projekt hinaus für die Integration. So geben sie heute der Familie eines ihrer Interviewpartner wöchentlich Sprachunterricht.

Literaturverzeichnis

Bibliografische Angaben