Competition: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte Von der „Schwarzen Schmach“ zur Sterilisierung der „Rheinlandbastarde“ Ein Beispiel für die Entstehung und Steigerung rassistischer Ausgrenzung
Klasse 12, Rabanus-Maurus-Gymnasium, Gymnasium
55118 Mainz, Rheinland-Pfalz, Deutschland
#2015-1985
Als „Rheinlandbastarde“ wurden die während der Weimarer Republik und in der Zeit der NS-Diktatur unehelich gezeugten Kinder der nach dem Ersten Weltkrieg im Rheinland stationierten afrofranzösischen Soldaten und deutschen Frauen bezeichnet. Diese verbale rassistische Diskriminierung führte zur Ausgrenzung dieser Menschen bis hin zu ihrer Verfolgung und Zwangssterilisierung durch die Nationalsozialisten. Johannes Elz arbeitet in seinem Beitrag heraus, wie der Nationalsozialismus auf die Stigmatisierung der 20er-Jahre aufbauen konnte und welche Folgen dies für die Betroffenen hatte. Der Schüler führte Recherchen in der Fachliteratur zur Eugenik und der Geschichte des Rassismus durch und führte ein Expertengespräch mit einer Ethnologin. Am Beispiel der Hetzkampagnen am Rhein gegen die afrofranzösischen Kolonialsoldaten und der Ermordung der Kinder leistet der Schüler einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung dieses Themas.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben