Competition: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte »Sie wissen, daß man sie verachtet, daß ein neues Leben unmöglich wird.« Die Prostitution in der Nachkriegszeit in Gießen
Klasse 09, Landgraf-Ludwigs-Gymnasium, Gymnasium
35396 Gießen, Hessen, Deutschland
#2015-1635
Frauen, die sich prostituierten oder dazu gezwungen wurden, galten insbesondere in den Nachkriegsjahren als Außenseiterinnen. Die »Aufbaujahre« waren bestimmt von den »Normen der Sittlichkeit«, die insbesondere an Frauen gezielte Moral- und Rollenforderungen stellten. Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen, z.B. finanzieller Not, sexuelle Dienstleistungen an Männer verkauften, wurden abgewertet und öffentlich diskreditiert. Dies zeigt Chantal Glatthaar in ihrem Beitrag. Am Beispiel des Umgangs mit Prostitution in der Nachkriegszeit in Gießen stellt sie dar, inwieweit Frauen, die den gängigen Moralvorstellungen nicht entsprachen, zu Außenseiterinnen der Gesellschaft gemacht wurden. Die Schülerin recherchierte im Stadtarchiv, in zeitgenössischen Zeitungsartikeln und in der Fachliteratur und beleuchtet auch die Geschlechterverhältnisse und den Unterschied zwischen öffentlicher Meinung und der Haltung der Bevölkerung.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben