Competition: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte Mihalys »Michael Arpad und sein Kind« und Weddings »Ede und Unku«. Eine Analyse im Hinblick auf die Darstellung von Sinti und Roma vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund der Weimarer Republik
Klasse 12, Albert-Schweitzer-Gymnasium, Gymnasium
91056 Erlangen, Bayern, Deutschland
#2015-2081
1930 und 1931 erschienen zwei Bücher, in denen die Autoren auf die Stigmatisierung und Diskriminierung von Sinti und Roma in der Weimarer Republik hinwiesen. Die Autorinnen, Jo Mihaly und Alex Wedding, mussten aufgrund ihres literarisch-sozialpolitischen Engagements nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen. Stefanie Flepsen untersuchte die beiden Romane in einer vergleichend angelegten Studie und fragte, inwieweit dort die Geisteshaltung der Zeit, Sinti und Roma als negativ wahrzunehmen, widergespiegelt werden. Sie kommt zu dem Schluss, dass in beiden Texten deutlich Partei für die Sinti und Roma ergriffen wird und ihre Lebensumstände und Sorgen durch den Roman wiedergegeben werden. Die Schülerin geht dabei auch auf die historische Situation der Sinti und Roma in der Weimarer Republik ein und berücksichtigt biografische Informationen zu den Autorinnen.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben