Competition: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte Flüchtlinge und Vertriebene an der Cäcilienschule in der Nachkriegszeit
Klasse 10, Cäcilienschule Oldenburg, Gymnasium
26122 Oldenburg, Niedersachsen, Deutschland
#2015-1888
Im September 1945 wurde die Cäcilienschule in Oldenburg wieder geöffnet. Der Krieg und vor allem die Grenzverschiebungen in Ostmitteleuropa hatten eine Migrationswelle zur Folge, die sich auch in der Struktur der Schülerschaft niederschlug. Wie an der eigenen Schule damals mit den Flüchtlingskindern umgegangen wurde, ob sie herzlich empfangen oder zu Außenseitern gemacht wurden, untersuchten die Mitglieder der AG Schulgeschichte. Sie führten Zeitzeugeninterviews und fanden heraus, dass sich die Kinder untereinander rasch akzeptierten, in der Öffentlichkeit die Situation jedoch anders dargestellt wurde. Obwohl oder weil alle Oldenburger unter den Folgen des Krieges zu leiden hatten, war die Solidarität mit den Geflüchteten an der Cäcilienschule groß. Hier sieht die Gruppe einen wesentlichen Unterschied zu heute. Obwohl die Lebensverhältnisse in Deutschland besser sind als nach dem Krieg, ist aus ihrer Sicht die Bereitschaft, Flüchtlinge willkommen zu heißen und aufzunehmen, gesunken.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben