Competition: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte »Die Banalität des Bösen?« Warum wurde die Idsteiner Familie Kahn zu Außenseitern gemacht?
Klasse 12, Pestalozzischule, Gymnasium
65510 Idstein, Hessen, Deutschland
#2015-1758
Es war die Philosophin Hannah Arendt, die im Zusammenhang mit NS-Tätern von der »Banalität des Bösen« sprach. Dass diejenigen, die im nationalsozialistischen Deutschland zu Tätern wurden, oft ganz simple Beweggründe für ihr menschenverachtendes Tun hatten, legen Tim van den Berg und Max Hartmann in einer umfangreichen Studie für den Geschichtswettbewerb dar. Sie untersuchen anhand einer Gegenüberstellung einer jüdischen Idsteiner Familie und eines SA-Mannes die Situation der Juden im Nationalsozialismus und die Rolle der Täter im Nationalsozialismus. Für ihre Arbeit recherchierten die Oberstufenschüler in verschiedenen Archiven, zogen Fachliteratur heran, kontaktierten die Nachkommen der beiden Familien und werteten verschiedene, auch handschriftliche Dokumente, aus. Der Blick in die Geschichte und auf verschiedene Motive für die Ausgrenzung anderer führt die Schüler zu der politischen Forderung, Vorurteile in der Gesellschaft zu bekämpfen und kulturelle Vielfalt als Gewinn mehr wertzuschätzen.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben