Competition: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte Als ich über Anita Rée stolperte
Klasse 11, Gelehrtenschule des Johanneums, Gymnasium
22301 Hamburg, Hamburg, Deutschland
#2015-1176
Bei seinem wöchentlichen Gang in die Ballettschule seines Bruders fiel dem Schüler ein eindrucksvolles Deckengemälde auf. Gemalt hat es die Hamburger Künstlerin Anita Rée, die von 1885 bis 1933 lebte und wirkte. Diese Beobachtung machte der 16-jährige Schüler zum Ausgangspunkt seiner Recherche. Bereits vor der Machtübernahme Adolf Hitlers wurde Anita Rée als Jüdin ausgegrenzt. Infolgedessen nahm sie sich 1933 das Leben. Als Künstlerin mit einer starken Persönlichkeit entsprach sie nicht dem Rollenideal der 1930er-Jahre. Doch nicht ihr Wirken führte sie in einen Außenseiterstatus, vielmehr wurde sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zur Außenseiterin gemacht und ihre Existenz ruiniert. Dies und die facettenreiche Lebensgeschichte der Künstlerin im Hamburg der Jahrhundertwende arbeitet Oskar Sasse in seinem Beitrag unter Berücksichtigung vielseitiger Quellen aus dem Staatsarchiv heraus.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben