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Wohnraum für alle? Eine Frage mit sozialem Sprengstoff

Die angespannte Wohnsituation in unseren Städten gilt als aktuelle „soziale Frage“ und erfordert politisches Handeln. Aber wir müssen nicht alles neu denken, denn Beispiele aus der Geschichte bieten Lösungen für Wohnungsbau und Stadtplanung heute.

  • 97 min.

Die angespannte Wohnsituation in Deutschlands Städten gilt als die aktuelle „soziale Frage“. Dabei sind Debatten um das Thema Wohnen nicht neu. Konflikte um die Mitbestimmung bei der Gestaltung von städtischem Wohnraum hatten ihren Höhepunkt bereits in den 1970er Jahren. Konzepte wie die autogerechte Stadt oder das beschauliche Einfamilienhaus, die noch vor 60 Jahren als Ideale des Wohnens galten, sind jedoch längst veraltet.

Der Blick in die Geschichte bietet nicht nur Negativbeispiele, sondern auch Lösungen für aktuelle Probleme. Neuere Wohnungsbauprojekte orientieren sich beispielsweise an der über 100-jährigen Tradition des Genossenschaftswohnens, berücksichtigen nun aber die Interessen ihrer Mitglieder stärker. Planer:innen und Architekt:innen denken heute über nachhaltige, teils seit Jahrhunderten verwendete Materialien für klimafreundliches Bauen nach.

Die ideale, moderne Stadt besitzt eine gute Infrastruktur mit innovativen Mobilitätsangeboten – sie ist aber an vielen Orten nach wie vor eine Wunschvorstellung. Hier sind vor allem politische Lösungen im Wohnungsbau und in der Stadtplanung gefragt. Worin die heutigen Herausforderungen bestehen und welche Ideen es für nachhaltigen und umweltverträglichen Wohnungsbau gibt, diskutieren der Aktivist und Soziologe Andrej Holm, der Stadtforscher Frank Eckardt und die Quartiersplanerin Katrin Juhnke.

Es moderiert Laura Wesseler, Körber-Stiftung.

Eine Veranstaltung zur 28. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten
„Mehr als ein Dach über dem Kopf. Wohnen hat Geschichte“.