
Wie wir unsere Leichtigkeit retten
In den 70ern entstand ein Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit. Doch seit 2001 verunsichern uns Autoritarismus und Kriege. Wie wir zu einer freien Lebensweise zurückfinden, diskutiert der Journalist Ulrich Kühn mit dem Literaturwissenschaftler Dirk von Petersdorff und dem Publizisten Niclas Seydack.
Mit dem Ende der 70er-Jahre begannen die großen Weltdeutungen zu bröckeln. Es entstand ein Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit, das alles durchdrang. Damals wurde nicht nur das Denken unbeschwerter. Es wurden Schuhe mit Luftsohle erfunden, statt Rouladen mit Klößen aß man Salate und Müsli, und Michael Jackson tanzte den Moonwalk.
Auch die Millennials lebten in den ersten Jahren im analogen Bullerbü der 90er-Jahre. Dann folgte das jähe Erwachen: 9/11. Amokläufe an Schulen. Schweigeminuten. Ecstasy als Erziehung der Gefühle. Likes statt Liebesbriefe. Nach unzähligen Praktika endlich die erste Festanstellung. Dann Lockdown.
Seit der Jahrtausendwende haben zunehmende autoritäre Tendenzen und neue Kriege zu einer spürbaren Verunsicherung aller geführt. In dieser Haltlosigkeit suchen wir seitdem nach Orientierung und Zuversicht.
In ihren Büchern schreiben Literaturwissenschaftler Dirk von Petersdorff (Wir Kinder der Leichtigkeit) und Publizist Niclas Seydack (Geile Zeit) von einem Gefühl der Leichtigkeit, das verschwunden zu sein scheint.
Wie wir zu einer freien und unbeschwerten Lebensweise zurückfinden, diskutieren beide mit dem Journalisten Ulrich Kühn.
In Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg.


