
Wenn Debatten nach rechts kippen
Mit dem Einfluss rechter Parteien verschieben sich Diskurse. Welche Rolle spielen dabei demokratische Parteien und Medien? Die Sozialwissenschaftlerin Antonia May spricht mit Politikberater Johannes Hillje und Journalistin Annika Schneider, wie verantwortungsvolle Kommunikation gelingen kann.
Rechtsextreme Parteien gewinnen in vielen Demokratien an Einfluss – und das nicht im politischen Vakuum. Öffentliche Debatten, mediale Dynamiken und Strategien demokratischer Parteien entscheiden darüber, welche Themen dominieren und welche Deutungen sich durchsetzen. Doch tragen demokratische Akteure und Medien selbst dazu bei, rechtsextreme Kräfte zu stärken?
Im Bundestagswahlkampf 2025 war es vor allem die Migration, die sowohl öffentliche Debatten als auch die Berichterstattung bestimmte. Inwiefern stärkt eine solche Zuspitzung auf ein Thema rechte Parteien und trägt zu einer Diskursverschiebung nach rechts bei? Was hat das für konkrete Auswirkungen auf Wahlentscheidungen? Und welche Verantwortung tragen dafür demokratische Akteure?
Die Sozialwissenschaftlerin Antonia May hat in ihrer Dissertation untersucht, warum rechtsextreme Parteien derzeit erfolgreich sind und für wen diese attraktiv sind. Johannes Hillje berät als Politik- und Kommunikationsberater Ministerien, Parteien und Politiker unter anderem in Fragen strategischer Kommunikation. Die Journalistin Annika Schneider nimmt die aktuelle Medienlandschaft in den Blick. Gemeinsam diskutieren sie, wie sich eine öffentliche Debatte gestalten lässt, die demokratische Positionen stärkt, ohne rechtsextreme Narrative weiter zu normalisieren.
Es moderiert der Politikwissenschaftler Wolfgang Gründinger.


