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Silicon Valley schreibt Geschichte: Zeitbruch

Der Medientheoretiker Paul Feigelfeld spricht mit der Publizistin Christine Watty über die Vorstellungen, Gegenwart und Zukunft des Dark Enlightenments, jener dunklen Aufklärung, in der die Zeit selbst neu gedacht wird. Welche Visionen entwickeln ihre Vordenker, und was bedeutet das für uns?

  • History
  • Identity
  • Politics
  • 96 min.

Die Reihe Silicon Valley schreibt Geschichte erkundet die Ursprünge, Glaubenssysteme und Zeitbrüche der Tech-Elite. In ihrer dritten Ausgabe befassen sich der Medientheoretiker Paul Feigelfeld und Christine Watty vom Tech Bro Topia-Podcast mit den Vorstellungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in des sogenannten Dark Enlightenment, jener dunklen Aufklärung, in der die Zeit selbst neu gedacht wird.

Wie sieht eine Welt aus, in der die vertrauten Orientierungspunkte des Zeitlichen verschwinden, in der es womöglich weder Vergangenheit noch Gegenwart im herkömmlichen Sinn gibt?

Im Mittelpunkt steht die Beobachtung, dass viele gegenwärtige Tech-Visionen, von der Idee der „effektiven Beschleunigung“ bis zu apokalyptischen Untergangsszenarien, einer neuen Denkbewegung entspringen. Begriffe wie Technofeudalismus, Dark Enlightenment oder neo-reactionary thought, etwa bei Curtis Yarvin und Nick Land, markieren ihre ideologischen Koordinaten. Welche Zukunftsentwürfe entstehen hier, und welche Welt erträumen sich ihre Vordenker?