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Ohr zur Welt: Ukrainische Polyphonie

  • Internationale Politik
  • Kultur
  • 133 min.

Die Konzertreihe „Ohr zur Welt“ widmet sich aus aktuellem Anlass der musikalischen Vielfalt der Ukraine. Die Künstler:innen – erst kürzlich geflohen oder seit längerem in der Welt zu Hause – präsentieren uns ein europäisches Land, dessen reichhaltige Geschichte und Kultur unzählige Entdeckungen bereit hält.
Die Vokalensembles Drevo aus Kyiv und Dyvyna aus Donezk lassen die einzigartigen Klangwelten der polyphonen Gesänge von den ukrainischen Karpaten bis in den Donbas erklingen. Im Repertoire dieser beiden Ausnahmeensembles finden sich Lieder, deren Ursprünge bis in vorchristliche Zeiten zurückreichen. „Es reicht nicht, dass wir die traditionelle Musik dokumentieren. Wir müssen sie selber singen, um sie zu verstehen.“ Mit diesem Aufruf gründete der Musikethnologe Yevhen Yefremov mit seinen Studierenden vor über dreißig Jahren das Ensemble Drevo. In unzähligen Expeditionen sammelte es Ritualgesänge, alte Balladen oder Liebeslieder aus nahezu alle Regionen der Ukraine, die das Repertoire seitdem charakterisieren.

Das aus Donezk stammende Vokal-Ensemble Dyvyna hat sich auf die ukrainischen Lieder aus dem Donbas und den alten ukrainischen Siedlungsgebieten in der Kuban-Region, Westsibirien, und dem Altai spezialisiert. Ihr kraftvoller Gesang verkörpert die Weite der Steppenlandschaften und ein sehnsuchtsvolles Freiheitsgefühl.

Im Anschluss sprechen der Musikwissenschaftler Christian Diemer und die Sängerin und Performerin Mariana Sadovska über die Ursprünge und Einzigartigkeit der ukrainischen Vokalpolyphonie.