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Autoritäre Zeiten: Zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung

In unseren Debatten ist oft von einem Wir die Rede. Doch wer ist damit gemeint und wen schließt es aus? Die Journalistin Shila Behjat spricht mit Fernsehmoderator Michel Abdollahi darüber, wie sich autoritäre Denkweisen auf unser Miteinander auswirken und was für die Demokratie getan werden kann.

  • 93 min.

In politischen und gesellschaftlichen Debatten zeigen sich zunehmend autoritäre Tendenzen: Komplexe Fragen werden auf einfache Antworten verkürzt, Menschen in „Wir“ und „die Anderen“ eingeteilt, pluralistische Perspektiven als Störung abgewertet. Autoritäres Denken findet sich dabei nicht nur an den Rändern, sondern in unserem Alltag: in Medien, Politik und privaten Gesprächen.

Im Gespräch mit der Journalistin Shila Behjat spricht der Autor und Journalist Michel Abdollahi über seine Begegnungen in ganz Deutschland: Wie bleibt Demokratie lebendig, wenn Wunsch nach Eindeutigkeit, Misstrauen und Lautstärke zunehmen? Welche Geschichten aus dem Alltag zeigen autoritäre Muster, wie gehen wir mit Angst und Überforderung um, und was hilft, offen und vielfältig zusammenzuleben, wenn der Ruf nach „klarer Kante“ immer lauter wird?

Dabei geht es um Ansätze gegen Ausgrenzung im Alltag und das aktive Suchen von Begegnungen, in denen Zuhören aber auch Widerspruch wichtig sind.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Autoritäre Zeiten“ und lädt dazu ein, jenseits moralischer Empörung über die Ursachen autoritärer Versuchungen nachzudenken und zu fragen, was Demokratie heute zusammenhält.

Veranstaltung auch in deutscher Gebärdensprache.