Zwischen Fame und Verantwortung: Gynäkollege
Er bringt medizinisches Wissen dorthin, wo viele Menschen ohnehin sind: auf Social Media. Verständlich und auf Augenhöhe klärt Mertcan Usluer als Gynäkollege über Themen auf, die im Praxisalltag zu kurz kommen. Mit der Journalistin Maria Popov spricht er über eine Medizin, die nicht ausgrenzt, Missstände aufzeigt und Tabus offen benennt.
Oft heißt es, dass Herkunft und Geschlecht in der Medizin keine Rolle spielten. „Als queerer, nicht weißer Gynäkologe bin ich sensibilisiert, wenn es um Diskriminierung im Klinikalltag geht – ich erlebe sie fast täglich“, sagt der Arzt, Journalist und Content Creator Mertcan Usluer.
Als Gynäkollege bringt er medizinisches Wissen dorthin, wo viele Menschen ohnehin unterwegs sind: auf Social Media. Verständlich, ehrlich und auf Augenhöhe klärt er auf Instagram über Themen auf, die im Klinikalltag oft zu kurz kommen – und erreicht so Hunderttausende.
Die Journalistin Maria Popov beleuchtet im Gespräch die Haltung hinter Usluers Arbeit: eine Medizin, die niemanden ausschließt, Missstände sichtbar macht und Tabus offen anspricht.
Dabei gibt er besonders denjenigen eine Stimme, die im Gesundheitssystem zu wenig gehört werden, und ermutigt, für die eigene Gesundheit einzustehen. Ein Abend zwischen medizinischem Wissen, digitaler Kommunikation und der Frage, wie beides zusammenwirken kann.
„Medizin in rassismuskritisch, intersektional und feministisch in Gen-Z-Sprech“: Als „Gynäkollege“ erreicht Mertcan Usluer Millionen mit verständlicher Gesundheitsaufklärung. Als Arzt, Journalist und Content Creator klärt er vor allem auf Social Media faktenbasiert und niedrigschwellig über gynäkologische Themen, sexuelle Gesundheit und Prävention auf und versucht Tabus und Stigmata abzubauen.
Maria Popov ist Journalistin und Moderatorin. Von 2016 bis 2024 ist sie Teil des „Auf Klo“ – Teams bei funk, inzwischen moderiert sie das Nachfolgeformat “Das letzte Gespräch”. Außerdem dreht und moderiert Popov Dokumentationen, Reportagen und Podcasts, zuletzt die 3sat-Reihe „Futur Wir“ oder den News-Podcast „Stand der Dinge“. 2024 gibt sie ihr Schauspieldebüt in der mehrteiligen ARD-Serie „Made in Germany“. Im Oktober 2025 ist ihr erstes Sachbuch „Kein Bock Club“ erschienen.
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