Mirjam Zadoff
Foto: NS-Dokumentationszentrum München/Connolly Weber Photography

Die Kunst der Zuversicht

Darauf waren wir nicht vorbereitet: dass in Europa Krieg herrscht, die westliche Allianz zerbricht, Rechtsradikale Wahlen gewinnen. Wie wir in Krisenzeiten die Zuversicht nicht verlieren und resilient bleiben, diskutieren die Historikerin Mirjam Zadoff und die Schriftstellerin Gabriele von Arnim. Es moderiert Christoph Bungartz.

Krisen und Konflikte, wohin man blickt. Stündlich erreichen uns Nachrichten, die vermitteln: das Weltgeschehen sei dramatischer denn je. Es kann noch lange dauern, bis die Zeiten wieder besser werden. Was also tun?

In ihrem aktuellen Buch „Wie wir überwintern“ macht die Historikerin Mirjam Zadoff ein paar grundsätzliche Vorschläge: Wir bleiben menschlich, solidarisieren uns mit Schwächeren, schmieden ungewohnte Allianzen, öffnen unsere Türen und lesen endlich die Bücher von Hannah Arendt.

In einer Welt, die so überwältigend, ängstigend, fordernd sein kann, macht sich auch die Schriftstellerin Gabriele von Arnim auf die Suche nach Trost und findet ihn in der Schönheit:

„Ich brauche Schönheit. Den Trost der Schönheit. Denn wenn ich Schönheit sehe, höre, lese, spüre, dann glaube ich an Möglichkeiten. An Wege, Räume, Purzelbäume.“

Die beiden Autorinnen wissen: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wach zu bleiben und trotz allem ein gutes Leben zu führen. Wie wir den Lebensmut durch die harten Zeiten retten, besprechen sie mit dem Journalisten Christoph Bungartz.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg

  • Gabriele von Arnim wurde 1946 in Hamburg geboren. Sie hat studiert, promoviert und zehn Jahre als freie Journalistin in New York gelebt. Danach schrieb sie u.a. für Die Zeit und Süddeutsche Zeitung und arbeitete als Moderatorin für ARTE, SDR/SWR und SF. Sie schreibt Rezensionen für Zeitungen und Hörfunk, moderiert Lesungen und hat mehrere Bücher veröffentlicht, zuletzt „Der Trost der Schönheit“ (Rowohlt, 2025).

  • Mirjam Zadoff studierte Geschichte und Jüdische Studien in Wien und München. 2014 bis 2019 war sie Inhaberin des Alvin H. Rosenfeld Lehrstuhls für Jüdische Studien an der Indiana Universität Bloomington, USA. Seit 2018 leitet die promovierte Historikerin das NS-Dokumentationszentrum München. Zuletzt erschien „Wie wir überwintern“ (Hanser, 2025).

  • Christoph Bungartz, geboren 1960 am Niederrhein, Studium der Germanistik und Philosophie in Bonn und Madison, Wisconsin. 1988 als Volontär zum NDR nach Hamburg gekommen. Von 1995 bis Frühjahr 2026 Redakteur und Leiter verschiedener Abteilungen für Kultur, Wissenschaft und Musik beim Fernsehen und Hörfunk des NDR.

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22087 Hamburg

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