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Die Bundeswehr im Baltikum: Einsatz mit Verantwortung

Im Zweiten Weltkrieg war auch das Baltikum Schauplatz deutscher Menschheitsverbrechen. Heute engagiert sich Deutschland als NATO-Mitglied bei dessen Verteidigung. Was die historische Verantwortung für das militärische Engagement der Bundeswehr bedeutet, diskutieren Generalleutnant Christian Freuding und Journalist Lorenz Hemicker.

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An der NATO-Ostflanke übernimmt die Bundeswehr seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verstärkt militärische Verantwortung – unter anderem mit dem Aufbau der Brigade Litauen. Im Zweiten Weltkrieg waren die baltischen Staaten Schauplatz von NS-Terror und deutschen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 

Wie wirkt sich die deutsche Kriegsvergangenheit im Baltikum auf die heutige Wahrnehmung eines Bundeswehreinsatzes in der Region aus? Und wie kann Deutschland seine historische Verantwortung mit einer zukunftsorientierten Sicherheitspolitik verbinden? 

Es diskutieren der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, und der Journalist Lorenz Hemicker, dessen Großvater sich als SS-Offizier in Lettland schuldig machte. 

Alisa Vogt und Gabriele Woidelko, beide Körber-Stiftung, moderieren.
 

  • Lorenz Hemicker wurde 1978 in Gummersbach geboren und ist im Sauerland aufgewachsen. In Aachen studierte er zunächst Architektur, dann Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Von 2008 bis 2014 war er Chef vom Dienst des sicherheitspolitischen Magazins „Loyal“. 2014 wechselte er zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und schrieb seit 2017 in der Politikredaktion. Seit Juli 2023 ist er Chef vom Dienst von Faz.nez.

  • Generalleutnant Christian Freuding ist seit Oktober 2025 Inspekteur des Heeres. Seine Offiziersausbildung absolvierte er an der Panzertruppenschule. Er studierte Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr in Hamburg und erlangte dort auch seine Promotion. Neben Verwendungen als Kommandeur im Inland führten ihn Auslandseinsätze nach Bosnien & Herzegowina und Afghanistan. Im Bundesministerium der Verteidigung leitete er von 2022 bis 2023 den Sonderstab Ukraine sowie von 2023 bis 2025 den Planungs- und Führungsstab.

  • Alisa Vogt ist Programmleiterin im Bereich Internationale Politik. Sie ist für das Munich Young Leaders-Programm und das Körber Netzwerk Außenpolitik verantwortlich. Weitere Erfahrungen sammelte sie bei der Münchner Sicherheitskonferenz und der deutschen Botschaft in Brasilien. Alisa Vogt hat einen MA in Lateinamerikastudien (FU Berlin) und einen BA in Internationalen Beziehungen (OTH Regensburg).

  • Gabriele Woidelko ist studierte Osteuropahistorikerin und Slawistin und arbeitet seit 1996 bei der Körber-Stiftung. Dort baute sie zunächst das europäische Geschichtsnetzwerk EUSTORY auf, übernahm 2016 die Leitung des Programms Körber History Forum und ist seit 2018 Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik.

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